Schuljahr 2020/2021

 

Immer noch prägt die Pandemie die Gegebenheiten an allen Schulen. Die Politik entscheidet teilweise sehr kurzfristig, wie es mit den SchülerInnen an und in den Schulen weitergeht. Nicht immer sind wir über die getroffenen Entscheidungen glücklich. Es gilt eine Abwägung des Gesundheitsschutzes mit den Bildungschancen und Bildungsangeboten zu treffen, die ALLEN SchülerInnen gerecht werden kann. Dabei darf es keine Rolle spielen, an welchem Förderort sich die Kinder und Jugendlichen befinden. Weder in der Inklusion noch an den Förderschulen darf es zu Benachteiligungen kommen. Gerade bei der Schülerschaft mit Förderbedarf(en) gilt es weiterhin, Bildungsangebote zu machen, die diese auch umsetzen können.

Der teils erschreckende Stau an Investitionen in Bildung in den letzten Jahren rächt sich derzeit leider (und das vor allem zu Lasten der SchülerInnen).

Der vds fordert, nicht in blinden, ungesteuerten Aktionismus zu verfallen, sondern neben den wichtigen kurzfristigen Lösungen auch mittel- und langfristige Planungen auf den Weg zu bringen.

Bildung braucht auch Planungsssicherheit und Verlässlichkeit - auf allen Ebenen.

 

Im Namen des vds Saarland.

 

Thomas Fey

(1. Vorsitzender)

14.06.2020

Schuljahr 2020/2021 - zurück zur Normalität?!

 

Die Neuinfektionen sind weiterhin gering, die Fallzahlen gehen allgemein runter: Wir starten im neuen Schuljahr wieder - aber unter welchen Bedingungen?!

Der vds hat bereits hierzu im April 2020 Stellung bezogen und sieht in Bezug auf einen Neustart folgende Bedingungen als unabdingbar:

  • Schutz der vulnerablen Schülerinnen und Schüler muss oberstes Ziel sein.
  • Bereitstellung ausgereifter Hygiene- und Unterrichtskonzepte unter Einbezug der Hygieniker abgestimmt auf die jeweiligen Förderbedarfe - egal, ob in der Inklusion oder in der Förderschule.
  • Ausbau und schnelle Bereitstellung digitaler Konzepte mit entsprechender Unterstützung durch IT-Fachpersonal, damit sich Lehrkräfte auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren können (im Falle einer eventuellen Schulschließung oder Quarantäne)
  • wöchentliche Testung des gesamten Schulpersonals, um einen weiteren Ausbruch zu vermeiden und Infektionsketten SOFORT nachvollziehen zu können und eine weitere Verbreitung zeitnah zu vermeiden.
  • flankierende unterstützende Maßnahmen durch Schulpsychologie, Jugendhilfe, Pflege, freie Träger,..., um ALLEN Schülerinnen und Schülern die Unterstützung anbieten zu können, welche sie brauchen.

 

Fernsehtipp, Montag, 17.05.2021 im ZDF

Kennen Sie noch Benni? Die kleine freche und Halt suchende Systemsprengerin? Nun zeigt das zdf im Rahmen des kleinen Fernsehspieles den Film am Montag, den 17.05.2021 im Fernsehen. Sie sehen ihn auch schon in der Mediathek.

https://www.zdf.de/filme/das-kleine-fernsehspiel/systemsprenger-114.html

Eine klare Empfehlung.

Corona - und die Folgen

25. März 2020

 

Die Schulen sind geschlossen, die Familien bemühen sich im Hausunterricht. Strukturen, die den Tag aufteilen, brechen weg; Eltern sind in Kurzarbeit oder gar ohne Arbeit.

Und die Kinder? Ohne Schule, ohne sozialen Treffpunkt, ohne Kontakt "nach Außen"...

 

In den Medien und sozialen Netzwerken liest man, wie Eltern alles Mögliche versuchen, diese verloren gegangenen Strukturen wieder zu geben, bei den Hausaufgaben zu helfen und nun auch die Rolle des Lernbegleiters zu übernehmen.

Hier sind ohne Zweifel die Kinder aus den so genannten prekären Verhältnissen im Nachteil. Jedes fünfte Kind lebt - so die letzten aktuellen Zahlen - in Armut oder ist von Armut bedroht. Die Tafeln sind mittlerweile größtenteils geschlossen, was auch dazu führt, dass 500.000 Kinder, die als Kunden der Tafeln gelten, ohne diese Unterstützung nicht genügend Nahrung erhalten werden. Auch die Arche, die nach eigener Aussage über 4500 Kinder betreut, sieht in dieser Ausnahmesituation große Probleme auf Familien zukommen.

Hier sieht es der VDS Saarland als bildungs- und finanzpolitische Verantwortung und natürlich auch als gesamtgesellschaftliche Aufgabe an, den Familien und Kindern in Not unbürokratisch zu helfen und schon für die "Zeit danach" vorzusorgen. Es gilt, den Eltern, Jugendlichen und Kindern so schnell als möglich den Anschluss an Bildung, Arbeit und somit auch an finanzielle Mittel zu ermöglichen und wieder Zugang zum gesamtgesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

 

In diesem Sinne fordert der VDS Saarland nicht nur Gelder für Unternehmen und Selbstständige (was ohne Zweifel von Nöten ist), sondern auch für Familien, die zum Beispiel auf das  Bildungs- und Teilhabepaket angewiesen sind. Auch hier sollten bürokratische Hürden schnell abgebaut werden, um Hilfen zeitnah denjenigen zukommen zu lassen, die diese Mittel dringend benötigen.

 

T. Fey

(1. Vorsitzender)

Aktuelles: Der vds präsentierte: "Systemsprenger" am 04.12.2019 im Kino 8 1/2 in Saarbrücken

Der Film "Systemspenger" von Nora Fingscheidt ist derzeit in aller Munde. Prämiert mit bisher über 20 Preisen (Stand 13.11.2019) zeigt er eindrücklich auf, wie Systeme an ihre Grenzen kommen und somit nicht mehr in der Lage sind, die Hilfen zu geben, die sie sollen.

 

Pflegefamilie, Wohngruppe, Sonderschule: Egal, wo Benni hinkommt, sie fliegt sofort wieder raus. Die wilde Neunjährige ist das, was man im Jugendamt einen „Systemsprenger“ nennt. Dabei will Benni nur eines: Liebe, Geborgenheit und wieder bei ihrer Mutter wohnen! Doch Bianca hat Angst vor ihrer scheinbar unberechenbaren Tochter. Als es keinen Platz mehr für Benni zu geben scheint und keine Lösung mehr in Sicht ist, versucht der Anti-Gewalttrainer Micha, sie aus der Spirale von Wut und Aggression zu befreien.(Quelle: www.systemsprenger-film.de).

 

Der Verband Sonderpädagogik, Landesverband Saarland, lud alle Mitglieder und Interessierten ein, sich am 04.12.2019 um 16.30 Uhr den Film im Kino 8 1/2 mit anschließendem Beisammensein anzuschauen.

Das Interesse war groß, das Kino fast vollständig besetzt. Nach einigen Begrüßungsworten durch das ilf und den vds wurde der sehr gut recherchierte und inhaltlich fesselnde und an die Grenzen gehende Film dann angeschaut. Man konnte mehrmals die Anspannung des Publikums spüren und teilweise auch hören.

Im anschließenden Beisammensein wurden Inhalte des Film besprochen und der vds Saarland konnte einige Neumitglieder durch eine Werbeaktion gewinnen.

Wir bedanken uns beim Insitut für Lehrerfortbildung (ilf) für die Unterstützung bei der Organisation und Durchführung, sowie der Anerkennung als Fortbildung.

Der Verband

Der Verband Sonderpädagogik e.V. besteht mittlerweile seit 1898 und hat bundesweit ca 8.000 Mitglieder. Die Arbeit des Verbands beinhaltet alle Aspekte der pädagogischen Förderung behinderter und von Behinderung bedrohter Menschen. Seine Mitglieder stehen zum großen Teil in der praktischen Arbeit für behinderte oder benachteiligte Kinder und Jugendliche. Daneben ist der vds Herausgeber der europaweit auflagenstärksten Fachpublikation, der ZEITSCHRIFT FÜR HEILPÄDAGOGIK, geführt im European Index for the Humanities.

Der Verband Sonderpädagogik e. V. bietet über seine eigene Bildungsakademie ein umfangreiches Fortbildungsangebot und veranstaltet jährlich mehrere bundesweite Fachkongresse. Der alle drei Jahre stattfindende Sonderpädagogische Kongress in Weimar ist über die Landesgrenzen hinweg bekannt und nachgefragt.

Seit vielen Jahren ist der Verband Sonderpädagogik e. V. um den wissenschaftlichen Nachwuchs bemüht und bietet jungen Wissenschaftlern regelmäßig eine Plattform zum Austausch.
Die internationalen Kontakte des vds erstrecken sich über das gesamte europäische Ausland.

Der Landesverband Saarland ist Teil des Bundesverbandes Sonderpädagogik. Wir sehen uns als Vertreter aller Kinder und Jugendlichen, im Besonderen der Kinder und Jugendlichen mit unterschiedlichen Förderbedarfen bzw. Unterstützungsbedarfen.

An welchem Förderort diese Kinder sich befinden, ist hierbei nicht entscheidend.

 

Entscheidend ist, dass sie adäquat geördert und gefordert werden und die Rahmenbedingungen optimal gestaltet sind.

Hierzu bedarf es auch sonderpädagogischer Expertise, welche es in unseren Augen zu erhalten gilt. 

Als Grundlage gelten die Leitlinien des Verbandes Sonderpädagogik.

 


Der vds - Landesverband Saarland wird derzeit geleitet vom 1. Vorsitzenden Thomas Fey. Kontaktdaten finden Sie links. Haben Sie Fragen? Schreiben Sie mich an oder nutzen Sie das Kontaktformular. Wir freuen uns auch Ihre Ideen, Anregungen, Wünsche oder Fragen zur Mitgliedschaft.